Die Generation der Solidarität und des Friedens

Die ausgewählten Ziele der fürchterlichen Attentate vom 13ten November 2015 – kulturelle und sportliche – wurden und werden viel von Jugendlichen und jungen Erwachsenen besucht. Unter den Opfern befinden sich zahlreiche junge Menschen, aber auch bei den Täter*innen handelte es sich mehrheitlich um junge Leute. An immer mehr Orten der Welt wird unsere Generation von Kriegen, Obskurantismus und Fanatismus geprägt, welche versuchen die Hoffnung auf Frieden und friedliches Zusammenleben durch blinde Gewalt zu zerstören.

Wir haben eine besondere Verantwortung unsere Ängste zu überwinden und diese Gewalt abzulehnen. Die Reaktionen auf diese Gräueltaten werden für viele Menschen die Welt formen, in der wir in Zukunft leben. Zwei Lösungsansätze stehen sich momentan gegenüber. Auf der einen Seite soll Gewalt auf Gewalt folgen und es wird, im Namen der Sicherheit, ein Generalverdacht über die Bevölkerung verhängt. Auf der Suche nach einem potenziellen inneren Feind wird so Paranoia und Misstrauen innerhalb der Bevölkerung gefördert. Auf der anderen Seite steht der Ansatz, welcher auf Frieden und Stärkung der Demokratie aufbaut und Solidarität sowie Offenheit innerhalb unserer Gesellschaft fördert. Er ist von der Überzeugung geprägt, dass unserer Angst nachzugeben genau dem entspricht, was die Terrorist*innen von uns erhoffen. Deswegen verteidigen wir klar den zweiten Lösungsansatz. Wir lehnen jegliche Verfassungs- und Gesetzesänderungen ab, welche der Errichtung eines Überwachungsstaates dienen.

Der Rechtsstaat ist nicht wehrlos gegenüber dem Terrorismus. Unser Strafrecht ermöglicht sämtliche nötigen Reaktionen auf jegliche terroristische Straftaten. Die jetzt zu treffenden Maßnahmen dürfen in keinem Fall unsere individuellen und kollektiven Freiheiten in Frage stellen. Vielmehr sollten sie zu mehr Freiheit, mehr Demokratie und mehr Solidarität führen. Es ist die Aufgabe unserer Generation Frieden und Gerechtigkeit zu fordern und fördern, um dem Terrorismus den Nährboden zu nehmen.

Aktuell stellt sich mehr denn je die Frage der Weltpolitik. Es gilt die Finanzierung und Unterstützung des Terrors mithilfe diplomatischer und wirtschaftlicher Sanktionen zu durchbrechen. Dies muss auch für in Luxemburg ansässige Banken und Firmen gelten. Unsere Diplomatie soll, im Rahmen des internationalen Rechtes, dem Frieden dienen. Mehr denn je sollten wir jetzt eine würdige Aufnahme von Flüchtlingen, welche vor Kriegen und Terror flüchten, unterstützen und fördern.

Frieden und Gerechtigkeit sollten auch als Richtlinien für die nationale Politik dienen. Sozial- und Bildungspolitik müssen Priorität genießen. Es ist höchste Zeit Perspektiven für jedes Mitglied unserer Gesellschaft zu schaffen. Von der Schule bis zur gesellschaftlichen Einbindung über die Kultur: kein Jugendlicher darf mehr in der Ungewissheit leben und sämtliche Anhaltspunkte verlieren. Handlungsdruck besteht um gesellschaftliche Aufspaltungen und Ungerechtigkeiten zu bekämpfen.

Wir wollen nicht die Generation des Krieges, sondern vielmehr die Generation der Solidarität und Friedens werden.

Déi Jonk Gréng, FNCTTFEL Landesverband Jugend, Jonk Lénk, Jonk Sozialisten, OGBL Jeunes, Richtung 22, UNEL

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