“Jonker an Wunnen” – Hearing Wohnungsbaupolitik

Weniger Zersiedlung, mehr Verdichtung!

Für Jonk Lénk erscheint es unverständlich, dass verschiedene Gemeinden ihren Bauperimeter konsequent ausweiten. Um einen besseren Zugang zu Infrastrukturen sowie zu öffentlichen Verkehrmitteln zu gewährleisten und um einen in allen Hinsichten nachhaltigen Wohnungsabau zu fördern, erscheint es uns unumgänglich, den Übergang weg von der bisherigen Zersiedlung- und hin zu einer konsequenten Verdichtungspolitik zu beschleunigen. Die Wege zwischen Wohnort und Arbeitsplatz sollten kürzer werden, die Schaffung von sogenannten “Schlafstädten” verhindert werden. Luxemburg sollte die vergangenen städtebaulichen Fehler seiner Nachbarländer auf keinen Fall wiederholen.

Weg vom Vorstadttraum – hin zu anderen Formen des Zusammenlebens!

Jonk Lénk setzt sich für eine Abkehr vom bisherigen luxemburgischen Standard ein: Statt dem traditionnellen “Mein Haus, mein Vorgarten, mein Auto” sollten alternative Formen des Wohnens und des Zusammenlebens erprobt werden. Intergenerationelles Wohnen, autofreie Siedlungen, Wohngemeinschaften und kooperatives Wohnen sind die Zukunft! In dem Sinne sollte Luxemburg, auch im Hinblick auf den wahrscheinlichen Zuzug vieler Studierender, die bestehende Gesetzgebung, den Entwicklungen der Zeit anpassen. Wohnungsbaugenossenschaften sowie Wohngemeinschaften sollten konsequent ermöglicht und unterstützt werden.

Denkmalschutz statt Glaspaläste!

Jonk Lénk spricht sich für einen konsequenten Schutz von historisch, kulturell und architektonisch wertvollen Gebäuden ein. Denkmalschutz sollte absolute Priorität vor finanziellen und anderen Interessen haben. Ein zeitgemässes Denkmalschutzgesetz muss her! Statt für Investoren lukrativer Grossprojekte sollte eine Politik zum Schutz des kulturellen Erbes betrieben werden.

Leerstand bekämpfen, Besetzungen legalisieren!

Luxemburg sollte mit aller Macht gegen den um sich greifenden Leerstand vorgehen, um Spekulation einzudämmen und die Wohnungspreise auf einem vernünftigen Niveau zu halten. Dementsprechend unterstützt Jonk Lénk Initiativen von verschiedenen Gemeinden, die eine sogenannte “Leerstandsabgabe” eingeführt haben.
Das reicht aber nicht: Leerstehende Gebäude, mit denen offensichtlich spekuliert wird, sollten spätestens nach 3 Jahren Leerstand in öffentliche Hand übergehen und Immobilienspekulanten enteignet werden. Besetzungen von Häusern, die seit mindestens 3 Jahren leer stehen, sollten legalisiert werden.

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